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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Der Weg zu einem Boxer

Ring frei: So werden Sie Boxer

Boxen ist Kunst, Sport und Selbstverteidigung in einem. Je nach Situation, je nach Betrachtungsweise. Genug Gründe jedenfalls, es einmal selbst zu versuchen. Doch vor dem ersten „Ring frei“ ist jahrelanges Training nötig. Der Berater zeigt Ihnen, wie Sie Boxer werden.

Ring frei: Bevor Rocky Balboa diese Worte hörte, stürmte der Boxheld erst einmal in einer legendären Filmszene die Treppenstufen zum Museum der Kunst in Philadelphia rauf – gekrönt von der gen Himmel gereckten Faust als Symbol des uramerikanischen Traums vom Streben nach Glück. Die Pose, die Touristen mittlerweile tausendfach nachstellen, zeigt aber noch mehr als nur das Märchen von den unbegrenzten Möglichkeiten: Boxen nämlich ist hartes Training – und zwar vor allem Konditionstraining. Damit müssen Sie anfangen, wenn Sie Boxer werden wollen. Denn unter ständiger Anspannung im Ring zu stehen, hin und her zu tippeln, Schlägen auszuweichen, selber Haken und Gerade auszuteilen und die Deckung hochzuhalten, zehrt an den Kräften. Vor allem, wenn Sie zwölf Runden überstehen müssen. Ausdauer ist also die Basis zum Erfolg.

Ring frei für die Technik

Boxer wird man nicht mal eben so. Drei Jahre, heißt es, braucht man, um einen ambitionierten Boxer kampfklar zu kriegen. Wie bei anderen Sportarten auch ist dabei die Technik alles. Profiboxer knocken nicht zehn Sparringspartner aus, und das war’s dann mit dem Training. Stundenlang stehen sie vor dem Spiegel und üben, üben, üben: die Grundhaltung, den rechten, den linken und den Aufwärtshaken, die Gerade, die Deckung, das Ducken, Abrollen, Tauchen und Pendeln, Kombinationen mit Haken, Kombinationen mit Geraden. Die Technik muss dem Boxer in Fleisch und Blut übergehen und jederzeit reflexartig abrufbar sein.

Ring frei fürs Training

Die meisten Trainer und Boxer raten Anfängern, sich einen Verein zu suchen. Bücher oder Lehrvideos auf Youtube bringen es einfach nicht. Um die Technik zu trainieren, brauchen Sie einen Trainer, der sich auskennt und erfahren ist. Trainieren Sie alleine, sind die (technischen) Fehler – und die machen Sie – nur schwer wieder auszumerzen. Die Praxis ist entscheidend. Und die beginnt am Spiegel und an den Geräten: Pratze, Maisbirne, Sack – und was es noch so alles gibt. Auch Partnerübungen stehen an: Blocken, Ausweichen und so weiter. In den Ring zum Sparring kommen Sie so schnell nicht. Dafür müssen Sie sich erst beim „normalen“ Training beweisen, das heißt: Sie müssen erst die grundlegenden Boxtechniken beherrschen.

Ring frei für die Hände

Beim Boxer wird zwischen der Führhand und der Schlaghand unterschieden, je nachdem, ob er Rechts- oder Linkshänder ist, welche Hand also stärker ist. Mit der (schwächeren) Führhand führt der Boxer den Kampf, hält sich den anderen vom Hals, treibt ihn in eine Ecke und bearbeitet ihn. Mit der (stärkeren) Schlaghand, die hinter der Führhand gehalten wird, holt er zu den harten, möglichst entscheidenden Treffern aus. Ein Rechtshänder, auch Linksausleger genannt, führt mit der Linken, ein Linkshänder (Rechtsausleger) mit der Rechten. So die Theorie. Profis boxen dagegen etwas komplexer: Um den Gegner zu verwirren, wechseln sie während des Kampfes plötzlich Führ- und Schlaghand. Bei ihnen sind beide Pranken wie Vorschlaghämmer und vielseitig einsetzbar.

Ring frei für die Schläge

Beim Boxen dreschen die Kontrahenten nicht wild aufeinander ein. Für jeden Schlag gibt es eine korrekte Bezeichnung. Im Wesentlichen sind das die Gerade (engl. jab), der Haken und der Kreuzschlag (engl. cross). Bei der Geraden schnellt die Führhand abrupt und schnörkellos nach vorn. Der Kreuzschlag mit der Schlaghand ist die nüchterne Antwort auf die Gerade eines Gegners und schießt diagonal vor. Den Haken können Sie variieren: Entweder trifft er den Gegner seitwärts am Kopf (von rechts oder links), oder er rauscht von unten ans Kinn (deshalb auch als Kinnhaken bekannt, engl. uppercut). Die Ringrichter bewerten nicht nach der Art des Schlages, sondern nach folgender Definition: „Jeder Treffer, der vorschriftsmäßig landet, wird mit einem Hilfspunkt bewertet. Ein Treffer gilt als vorschriftsmäßig, wenn er mit demjenigen gepolsterten Teil des Handschuhes trifft, der bei ungeschützter Faust den ersten Ansatzgliedern der vier Finger jeder Hand oder den Ansatz- oder Endknöcheln dieser Fingerglieder entspricht. Treffer müssen gegen die vordere Hälfte von Kopf oder Körper oberhalb der Gürtellinie unbehindert mit dem Gewicht des Körpers oder der Schulter gelandet werden.“

Ring frei fürs Profigeschäft

Fangen Sie so früh wie möglich an zu boxen. Und am besten: Werden Sie nahezu unschlagbar! Dann wird es vielleicht etwas mit dem ganz dicken Geschäft und dem Riesenspektakel, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Allerdings sind Boxerkarrieren mühsam. Sie müssen zwar vorher kein Amateurboxer gewesen sein, um sich als Profi zu melden, aber es ist überaus ratsam. Denn ohne Erfahrung, ohne „scharfe“ Kämpfe gibt es später nur auf die Nase. Sie wären mehr Opfer als Gegner. Treten Sie also einem Amateurverein bei, boxen Sie sich in die zweite, besser erste deutsche Liga vor, hauen Sie einen Gegner nach dem anderen um. Gewinnen Sie als Amateurboxer bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille. Diese Vita wäre respekteinflößend. Promoter und Veranstalter werden dann schon auf Sie aufmerksam. Und dann heißt es vielleicht auch für Sie eines Tages mit der unverwechselbaren Stimme von Michael Buffer: „Let's get ready to rumble“ – beziehungsweise „Ring frei“.

Markus Bauer

Autor: Markus Bauer
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