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Der Bomber wird 70

Wir verneigen uns vor dem besten Stürmer Deutschlands

"Wenn'st denkst is' eh zu spät!"

365 Tore in 427 Bundesliga-Spielen sprechen eigentlich für sich. Doch über Gerd Müller, Bayern-Legende und  Bomber der Nation, gibt es viel mehr zu erzählen. Anlässlich seines 70. Geburtstags haben wir die zehn besten Fakten über ihn zusammengetragen – und gratulieren recht herzlich!

1. Vom TSV Nördlingen zum FC Bayern

Gerd Müller machte seine ersten Schritte in Fußballschuhen in seiner Heimatstadt beim TSV Nördlingen. Bereits hier schoss er Tore wie am Fließband, sodass schnell der (damals) große TSV 1860 München auf ihn aufmerksam wurde. Doch nicht nur die Löwen wollten den jungen Stürmer haben, sondern auch der FC Bayern. 1964 stellten sich dann die Weichen für die größte Erfolgsstory im deutschen Fußball: Walter Fembeck, damals Geschäftsführer des FC Bayern, erschien eine Stunde früher als sein Kollege von den "Sechzgern". Müller unterschrieb bei den Bayern statt bei 1860, der Rest ist Geschichte.

2. "Kleines, dickes Müller"

Zu dieser Zeit spielten die Bayern allerdings noch zweitklassig in der Regionalliga. Trainer Zlatko „Tschik“ Čajkovski wusste anfangs jedoch nicht viel mit dem gedrungenen Müller anzufangen. Auch Franz Beckenbauer war zunächst stutzig und sagte 2013 rückblickend: "Gerd kam damals daher wie ein Quadrat. Das konnte unmöglich ein Stürmer sein." Im Training bewies er Beckenbauer und Co., dass sie unrecht hatten. "Er hat im Training oft mit uns gemacht, was er wollte," so Beckenbauer.

3. Der Aufstieg in die Bundesliga

Nachdem der FC Bayern 1963 den Aufstieg in die neu gegründete Bundesliga verpasst hatte, klappte es dann im folgenden Jahr. Maßgeblichen Anteil daran hatte selbstverständlich auch Gerd Müller. So schoss er die Bayern mit 33 Toren in 26 Ligaspielen an die Spitze und auch in der Qualifkationsrunde zur Bundesliga steuerte er sechs der insgesamt 18 Treffer bei. Seitdem blieb der heutige Rekordmeister immer erstklassig.


4. Seine Stärken

Der britische Autor und Journalist David Winner brachte die Eigenheiten des Bombers auf den Punkt: „Müller war kurz, gedrungen, wirkte ungelenk und war nicht erwähnenswert schnell; er passte nie in die herkömmliche Vorstellung von einem großen Fußballer. Aber er hatte eine tödliche Beschleunigung über kurze Entfernungen, ein bemerkenswertes Kopfballspiel und einen unheimlichen Torinstinkt. Seine kurzen Beine gaben ihm einen eigentümlich niedrigen Schwerpunkt. So konnte er sich schnell und mit perfektem Gleichgewicht drehen, in Räumen und mit Geschwindigkeiten, bei denen andere Spieler hinfallen würden. Darüber hinaus verfügte er über die Gabe, Tore in ungewöhnlichen Situationen zu erzielen.“ 

5. "Dann macht es Bumm..."

Wie viele seiner Kollegen, durfte auch Müller sein Gesangstalent öffentlich unter Beweis stellen. Zwar mag der Song "Dann macht es bumm" nicht der größte Hit aller Zeiten sein, doch er fasst den Torriecher Müllers gut zusammen. Wie Müller es auch anstellen mochte, er stand richtig und brachte den Ball irgendwie ins Tor. Egal ob im Liegen, mit dem Schienbein oder dem Hintern, Gerd Müller schoss nicht unbedingt die schönsten, dafür aber sehr viele Tore. Sein Erfolgsgeheimnis war schlicht und einfach, vor dem Tor nicht nachzudenken. Das Motto Müllers kennt heute fast jeder Fußballer: „Wennst denkst, is eh zu spät“.

6. Sein wichtigstes Tor

Trotz dieser riesigen Zahl an Toren, sticht eines heraus. Das 2:1 im WM-Finale 1974 gegen Holland. Doch auch dieser Treffer war ein klassischer Müller, wie er selbst einst beschrieb: "Der Ball kam von Rainer Bonhof in den Strafraum, ich lief mit zwei Holländern vor, dann wieder zurück, weil der Pass in meinen Rücken gespielt wurde. Der Ball sprang mir auch noch vom linken Fuß, ich drehe mich ein wenig und plötzlich war der Ball drin.“

7. Der Schritt in die USA

Nachdem Müller 1979 zum letzten mal in der Bundesliga auf dem Platz stand, zog es ihn in die Vereinigten Staaten. Wie viele ältere europäische Stars zu dieser Zeit, erhielt auch Müller ein hochkarätiges Angebot aus den USA. Dort ließ er seine Karriere in der North American Soccer League ausklingen. Ein pikantes Detail: Beinahe wäre Gerd Müller zwischenzeitlich noch einmal für den TSV 1860 München aufgelaufen, doch der Transfer scheiterte.

8. Seine Verdienste

Wie so oft, sagt es Franz Beckenbauer am schönsten: "Ohne den Gerd würden wir uns heut noch im Holzhäusl umziehen." Seine Tore für den FC Bayern und die Nationalmannschaft waren mit einer extrem erfolgreichen Ära verbunden, die noch heute nachwirkt. Gerd Müller wurde Weltmeister, Europameister, Torschützenkönig bei beiden Turnieren, mehrfach Deutscher Meister und Pokalsieger, dreimal in Folge Europapokalsieger (heute Champions League) und zudem mehrfach bester Torschütze Europas. 

9. Nach der Karriere

Müllers dunkelste Zeit begann, als er seine Profikarriere an den Nagel hing. Er verfiel dem Alkhol und fand erst durch einen Entzug wieder auf die richtige Spur. Die "FC Bayern-Familie", vor allem durch Manager Uli Hoeneß verkörpert, sorgte sich von da an um den ehemaligen Wunderstürmer. Was durchaus Erfolg zeigte. Müller machte den Trainerschein und betreute jahrelang die zweite Mannschaft des FC Bayern. So begleitete er heutige Stars, wie beispielsweise den Namensvetter Thomas Müller, auf dem Weg zur Profikarriere.


10. Kaiser. Kalle. Bomber.

Einen sehenswerten und exklusiven Einblick in die Geschichte des FC Bayern erlaubt die Ausstellung "Kaiser. Kalle. Bomber". Die Sonderausstellung wurde anlässlich der runden Geburtstage der FC Bayern-Legenden Beckenbauer, Rumenigge und Müller ins Leben gerufen. Noch bis Ende des Jahres gibt es dort zahlreiche Erinnerungsstücke wie Trikots, Bilder und Sammlerstücke aus der aktiven Zeit dieser Spieler zu sehen. Besonderes Highlight ist ein Interview, geführt von Thomas Müller, in dem Beckenbauer und Rumenigge über ihre gemeinsamen Erlebnisse mit Gerd Müller erzählen.  

Autor: David Goller, Playboy
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