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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Dr. Christine Theiss

Frau Doktor haut uns um!

60 Kilogramm Kampfgewicht, 1,75 Meter Körpergröße, 40 Profi-Kämpfe, 38 Siege – und ab sofort sündhaft statt fair: Kickbox-Weltmeisterin, TV-Moderatorin und Medizinerin Dr. Christine Theiss ist unschlagbar schön, umwerfend verführerisch. Sie haben keine Chance...

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Dr. Christine Theiss, Titelstar 10/2014

Balou hat es gut. Als Christine Theiss die Playboy-Redaktion besucht, widmet sie sich zunächst dem Schäferhund eines Kollegen. Er wird zur Begrüßung innig geherzt. Schließlich hat sie selbst Hunde. Zwei Boxer. Balou ahnt natürlich nicht, wie viele Männer ihn da beneiden. Allein das Lächeln der 34-jährigen schlagfertigen Kickbox-Ikone ist bereits entwaffnend. Schlechte Voraussetzung für ein kleines verbales Sparring? Wir werden es sehen… 

Playboy: Liebe Frau Theiss, Sie haben uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt, als Sie letztes Jahr in einem „Bild“-Interview ausschlossen, sich je vor unserer Kamera zu zeigen. 
Theiss Man muss ja nicht immer alles so offensiv ankündigen. Das war eine relativ kurzfristige Entscheidung, die aber zu meinem neuen Lebensgefühl gepasst hat. Ich verändere mich und bin weiblicher geworden. Für mich war das ein Abschluss. Weg vom einen, hin zum anderen. Das Shooting war eine grandiose Erfahrung, die ich nicht missen möchte, aber es war auch gut, dass ich so lange gewartet habe. 

Playboy: Was ist das für ein neuer Lebens-abschnitt bei Ihnen? 
Theiss Der Leistungssport fällt zum Beispiel weg. Ich muss nicht mehr jeden Tag trainieren, der Druck ist raus, und das ist unglaublich entspannend. Sport mache ich jetzt meistens nur noch 15 Minuten am Tag, das reicht, wenn man das Richtige macht. Das habe ich auch in meinem Buch „Ich mach dich fit“ aufgeschrieben. Darin sind 80 verschiedene Übungen, die man zu Hause machen kann und die wie beim Kickboxen den ganzen Körper von oben bis unten trainieren. 

Playboy: Zu Hause kann man sich doch auch einfach im Schlafzimmer austoben. 
Theiss Ja, aber um beim Sex denselben Level zu erreichen wie bei einer Kickbox-Stunde, gehen viele Stunden ins Land. Wenn man nur unten liegt und nichts macht, passiert schon mal gar nichts. Man müsste sich schon ins höhere Kamasutra begeben, damit es effektiv wird. Und dann hängt es davon ab, wie lange er durchhält. Aber man muss ja nicht immer Hochleistungssport betreiben (lacht). 

"Training im Bett? Man müsste sich beim Sex schon ins höhere Kamasutra begeben, damit es effektiv wird"

Dr. Christine Theiss

Playboy: Im Ring haben wir Ihre harte Seite gesehen. Gibt es auch Situationen, in denen Sie Schwäche zulassen? 
Theiss Natürlich, auch ich bin ein typisches Mädchen. Man muss mir nur einen Hundewelpen in die Hände geben. 

Playboy: Was hat sich seit dem Ende Ihrer Kickbox-Karriere verändert? 
Theiss Früher stand ich alle vier Monate im Ring und hatte einen sehr definierten Körper. Auch wenn ich trotzdem schon immer verhältnismäßig feminin war, sind jetzt andere Kurven und weiblichere Formen da, und damit fühle ich mich sehr wohl. Es ist schön, nicht immer hart sein zu müssen. Aber bei einer WM-Vorbereitung musst du an deine Grenzen gehen, weil die Gegnerin das auch tut, und alle Qualen, die du nicht zuvor erlitten hast, wird sie dich im Ring spüren lassen. 

Playboy: Sie hatten viele männliche Trainingspartner. Kämpfen Männer anders als Frauen? 
Theiss Grundsätzlich sind Männer oft nicht so beweglich, auch was die Kicks angeht, sondern eher robust, bullig und kraftvoll. Es kam immer auf die Gegnerin an, auf die ich mich vorbereitet habe, aber wenn ich wusste, dass sie sehr viel einstecken kann, habe ich doch eher männliche Sparringspartner genommen. Es nützt ja nichts, wenn ich ein Häschen hingestellt bekomme, das ganz toll kickt, aber wenn ich einmal hinhaue, ist Feierabend. 

Playboy: Stimmt es, dass Sie einmal einen Exhibitionisten vermöbelt haben? 
Theiss Nein, das stimmt nicht. Es war so: Eine ältere Dame hat mich darauf hingewiesen, dass da ein nackter Mann an der Isar sei, also habe ich sie begleitet. Als er uns dann sah, fing er sofort an, sich einen runterzuholen, und kam auf uns zu. Ich habe die Dame weggebracht und die Polizei gerufen. Währenddessen kam dieser Mensch immer näher. Ich habe ihm gesagt, dass ich die Polizei gerufen habe, um eine Panikhandlung zu verhindern und ihm genug Rückzugsraum zu geben. Ich bin da ganz von der Hundepsychologie gekommen. Er hat mich aber nicht ernst genommen und weitergemacht. Schließlich kam die Polizei und hat ihn mitgenommen. 

Playboy: Da hat er sehr viel Glück gehabt. 
Theiss Das hat der Polizist auch gesagt. Der stieg aus, sah mich, fing an zu lachen und meinte, da hat er sich genau die Richtige ausgesucht. Aber ich habe diesen Typen nicht eine Sekunde berührt. Auch wenn manche Leute denken, dass ich ihn zu einem kleinen Päckchen zusammengefaltet hätte. 

Playboy: Vor Kämpfen hieß es früher immer: Kein Sex. Warum eigentlich? 
Theiss Das hat überhaupt nichts mit dem Sport zu tun, und mein Trainer hätte sich da auch niemals eingemischt. Aber Sex ist ja auch nur schön, wenn man sich fallen lässt, und vor einem Kampf war ich dafür viel zu angespannt. Da musste mein Mann dann eben bis Sonntag warten (lacht). 

Playboy: Kann Kickboxen erotisch sein? 
Theiss Es kann durchaus einen Reiz haben, eine Frau im Ring zu sehen, der man nicht auf den ersten Blick zutraut, dass sie zuhauen kann. Viele Leute haben die Leichtigkeit, mit der ich bis zum Kopf hoch kicke, als tänzerisch beschrieben. Gerade wenn man Fotografien sieht, auf denen man gespannt wie eine Feder dasteht und die ganze Dehnung herauskommt, kann das durchaus attraktiv sein. 

Großer Sport

Nachdem ihre Familie 1984 von Franz Josef Strauß aus der DDR freigekauft wurde, streifte sich Christine Theiss bereits mit sieben Jahren die Kickbox-Handschuhe über. Es folgten 23 Weltmeistertitel und in 40 Profi-Kämpfen nur eine Nieder­lage. Inzwischen hat die 34-jährige promovierte Medizinerin ihre Profi-Karriere beendet und widmet sich ihrer Moderationskarriere, zum Beispiel bei „The Biggest Loser“ und „Mein Mann kann“ (SAT.1).

Playboy: 2010 haben Sie durchgesetzt, dass Frauen und Männer beim Kickboxen keine langen Hosen mehr tragen müssen. Ein großer Sieg? 
Theiss Mit den kurzen Röcken darf man zwar keine Schienbeinschoner tragen, aber jeder Profi-
Kämpfer muss das selbst entscheiden, und im Kampf ist man ohnehin schmerzfrei. Kickboxer, Männer wie Frauen, haben nun mal schöne Beine, weil wir die ständig trainieren. Und wenn man den Sport medial vermarkten will, muss man ihm auch Attraktivität verleihen. 

Playboy: Heute moderieren Sie auf SAT.1 die Abnehm-Show „The Biggest Loser“ – das Kickboxen war also eine gute Medienvorbereitung? 
Theiss Zumindest habe ich verstanden, wie Fernsehen funktioniert. Wenn der Zuschauer sagt: „Prügelnde Frauen in langen Hosen, da schalte ich weg“, hat man verloren. Aber wenn der Zuschauer sagt: „Hm, prügelnde Frauen, aber das Höschen gefällt mir“, und er bleibt hängen, dann ist mir das nur Recht. 

Playboy: Werden Sie trotzdem irgendwann in den Ring zurückkehren? 
Theiss Auf diesem Ohr bin ich taub. Ich hatte so einen perfekten Abschluss, das möchte ich nicht kaputt machen.

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