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Interview mit Serdar Somuncu

Der „Die PARTEI“-Spitzenkandidat über seine Ziele

"Viele Grüne sind sehr spießig“

Der Kabarettist Serdar Somuncu möchte als Bundestagsabgeordneter mit Satire zu einer besseren Debattenkultur und Meinungsbildung in Deutschland beitragen.

„Jetzt steht das links-versiffte Gutmenschentum den Wutbürgern gegenüber, beide Seiten gehen sehr unversöhnlich miteinander um, und das Ringen um einen Kompromiss gerät außer Acht“, erläuterte der 49-Jährige Somuncu sein Vorhaben in einem Exklusiv-Interview mit PLAYBOY am Beispiel der Flüchtlings-Diskussion.

„Als Satirepartei kann man da einen kleinen Farbtupfer dazugeben, indem man politische Aussagen persifliert und ad absurdum führt“, so der 49 Jahre alte Spitzenkandidat der 2004 von Redakteuren des Satiremagazins „Titanic“ gegründeten Partei „Die PARTEI“.

"Nicht auf Erfolg ausgerichtet wie andere Parteien"

Mit Blick auf die wechselnde Stimmungslage der Bevölkerung in der Flüchtlingskrise sagte er: „Politiker, die diese Stimmungen abfangen wollen, legen selten Wert darauf, ob sie dabei glaubwürdig bleiben.“ „Die PARTEI“ hingegen sei „nicht auf Erfolg ausgerichtet in dem Sinne, wie Parteien das machen, die ihre Slogans je nach Stimmung verändern“.

Als Gast politischer Talkshows und Moderator der Sendung „So! Muncu!“  habe er in Diskussionen mit Politikern etablierter Parteien aber auch schon positive Überraschungen erlebt.

"Viele Grüne sind spießig und witzeresistent"

Das seien „meistens Politiker von Parteien“ gewesen, „die ich überhaupt nicht toll finde. Edmund Stoiber oder Andreas Scheuer von der CSU zum Beispiel“, sagte Somuncu. „Viele Grüne“ hingegen seien „sehr spießig, unheimlich witzresistent.

Simone Peter, die Parteivorsitzende der Grünen, wollte aus meiner Sendung raus, weil sie nicht verstanden hat, dass die darauf angelegt ist, Standards zu dekonstruieren“, sagte Somuncu.

Ein neues Leben als Bundestagsabgeordneter?

Als Kabarettist möchte Somuncu künftig nicht mehr auftreten und verkündete in dem Interview das Ende seiner Solo-Bühnenkarriere. Gefragt nach dem Publikum und dem Markt für seine Art von Kabarett, antwortete Somuncu: „Ist mir scheißegal, ich denke nicht in solchen Kategorien. Hätte ich mir vorgenommen, mit etwas Geld zu verdienen, wäre ich wahrscheinlich heute Sozialhilfeempfänger.

Das Verdienen kam bei mir immer nachträglich hinterher, weil meine Idee sich durchgesetzt hat.“ Ein Leben als Bundestagsabgeordneter kann Somuncu sich aber durchaus vorstellen.

„Für 15.000 Euro Diäten plus Extras kann ich mir alles vorstellen“, sagte er.

„Nein, im Ernst, das wäre ja eine Lüge, wenn ich das nicht in Kauf nehmen würde.“ Er fände es „unheimlich spannend, vier Jahre im Bundestag zu sitzen und selbst Politik zu machen“.

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag findet am 24. September statt.

Das Interview in voller Länge gibt´s im neuen Playboy!

Die September-Ausgabe des PLAYBOY erscheint am 10. August.

Autor: Mareike Opitz
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