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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Auf dem Stahlross durch München

Playboy beim „Distinguished Gentlemen's Ride“

Dudes on Wheels - so war der „Distinguished Gentlemen's Ride“ 2018

Oldschool trifft klassischen Vintage-Stil: Mehr als 112.000 Biker trafen sich zum „Distinguished Gentlemen´s Ride“. Einer von ihnen: Der Playboy-Autor Marcus Efler. 

Text & Fotos: Marcus Efler

Das hat Stil: Mit dem Motorrad die Münchner Leopold-Straße hoch - nonstop über rote Ampeln. Die Polizei sieht es, die Beamten lächeln freundlich. Blocken mit ihren Blaulicht-Bikes sogar noch die Querstraßen, wo die Autofahrer warten. Und warten. Und warten.

Es dauert eben eine Weile, bis 522 Motorräder durchgetuckert sind. Aber ist ja für einen guten Zweck: Die Mitfahrer des „Distinguished Gentlemen´s Ride“ spenden für Vorsorge gegen Prostata-Krebs. Weltweit sind mehr als 112 000 von ihnen on the Road. Der Playboy-Autor Marcus Efler fährt in München mit. 

Klar, wenn´s um Stil geht, um Motorräder und einen guten Zweck, darf man nicht fehlen. Apropos Stil: Es gibt einen Dresscode beim „Gentlemen´s Ride“, und der lautet: Sei ein Gentleman. Oder zumindest ein Hipster. Oder ein Dude. Mann trage feines Tuch, Anzug oder Sakko, vielleicht eine Weste. Eine schicke aus Stoff in gedecktem Ton natürlich, nicht so ein kreischgelbes Hallo-hier-fahr-ich-Sicherheits-Plastikteil. Helm, immerhin, ist erlaubt. Man will den netten Polizisten ja nicht zumuten, 522 Strafzettel zu schreiben. 

Mancher mogelt, trägt eine Schutz-Kombi, oder, ganz tricky, weites Flanell über Protektoren-Kleidung. Kann man machen. Machen wir aber nicht. Ein Playboy-Autor stirbt wie ein Mann. Aber soweit soll es hoffentlich nicht kommen. Das Tempo ist gesetzt, Tempo 30, bei 50 Sachen zieht´s schon spürbar durch die Klamotten.

Die Maschinen entsprechen dem Genießer-Ansatz: Klassische Naked Bikes und Café Racer, Chopper oder Bobber, Tourer und lustige Umbauten. Triumph, BMW, Harley sind die vorherrschenden Marken, aber auch Japaner finden sich. Nur Fahrer plastikverschalter Rennsemmeln trauen sich nicht in den Hipster-Haufen.

Das letzte Wort nehmen wir gleich mal zurück. Es sind ja ganz normale Menschen, die hier den Gentleman (und die Gentlewoman, es sind nämlich auch Frauen mit dabei) geben; Menschen mit Lust am Motorrad und auf eine schöne Tour an einem sonnigen Septembermorgen. Am Treff- und Startpunkt am Haus der Kunst fachsimpeln sie über defekte Ventildichtungen oder die letzte Alpenfahrt Darunter Anwälte und Ärzte, die nun vergnüglich auf ihren Stahlrössern sitzen.

Während der Fahrt erzeugen sie alle viel Krach und Qualm mit ihren teils recht betagten, aber sehr stilvollen Krädern. An schmalen Passagen flüchten entgegenkommende Radler auf den Grünstreifen und warten ergeben ab. Eltern versuchen, die Rauchwolke vom Kinderwagen wegzuwedeln.

Die Route führt raus aus München, zum Flugzeug-Museum Schleißheim, und wieder zurück in die City. Okay, das ist jetzt keine gesäßmordende Marathon-Tour, aber ein netter Spaß und ein schönes Miteinander. Erfunden wurde der Gentlemen´s Ride übrigens 2012 in Australien, und hat sich mittlerweile zu einer Erfolgsmarke und den Charity Events gemausert. 5 674 379 (für Wortmenschen: über fünfeinhalb Millionen) Dollar landen diesmal auf dem Spendenkonto. Da kann man nur sagen: Helm ab! Kosten entstehen keine, dank des lobenswerten Engagements der Hauptsponsoren Zenith Watches (schöne Uhren), Triumph (schöne Motorräder) und jeweiligen lokalen Unterstützern, in München, wie etwa Bullfrog. Das ist ein Barbershop.
Was man alles so lernt beim Gentlemen´s Ride.

 

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