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Porträts aus dem Ghetto

Intime Fotografien von Joseph Rodriguez

Porträts aus dem Ghetto: Foto-Ausstellung "Spanish Harlem"

Joseph Rodriguez fotografierte in den 80er Jahren die Straßen und Häuser des New Yorker Viertels „Spanish Harlem“. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Kriminalität und Gewalt, sondern die Anwohner selbst. Sie gewährtem dem Fotografen Zugang zu ihrem Gemeinschaftsleben – so entstanden intime Fotografien, die vom 20. April bis zum 30. Juni in der Kölner Galerie Bene Taschen ausgestellt werden. 

Joseph Rodriguez, geboren und aufgewachsen in Brooklyn, ist bekannt für seine intimen Porträts Amerikanischer und globaler Subkulturen der letzten vier Jahrzehnte. In dieser Serie lädt uns Rodriguez in die Straßen und Häuser des New Yorker Viertels „Spanish Harlem“ ein. Die Bilder, die in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre entstanden sind, zeigen den Gemeinschafts- und Familiengeist, der im Zentrum der Nachbarschaft steht sowie die Bewohner, die Karten spielen, Musik aus Boomboxen hören oder ausgelassen auf der Straße tanzen.

Joseph Rodriguez: Dwayne Smoking Crack. Spanish Harlem, New York, 1988

Trotz der Tatsache, dass Kriminalität und Gewalt omnipräsent zu sein scheinen, erschafft Rodriguez würdige Porträts der Einwohner anstatt den Blick auf die Armut zu lenken. Denn, ohne die Intimität und den Zugang, den die Anwohner Spanish Harlems Rodriguez gewährten, wäre diese Serie nie entstanden. Nach eigenen Erfahrungen mit Drogen und Verbrechen als Minderjähriger, wandte sich Rodriguez der Fotografie zu, um wieder auf den richtigen Weg zu gelangen.

Joseph Rodriguez: Oldheimer's Day. Spanish Harlem, New York, 1987

Die Empathie, die er mit den Anwohnern teilt, ist somit außerordentlich stark. Nichtzuletzt ermöglicht uns Rodriguez „Spanish Harlem“, das Viertel zu einer Zeit zu „erleben“, in der dieses nur für Insider oder direkte Anwohner zugänglich war und hilft uns gleichzeitig, das Wesen und die Kämpfe des New Yorker Mekkas für die puertorikanisch-amerikanische Kultur zu verstehen. Die Serie, veröffentlicht als Monographie (2017, bei powerHouse) unter dem Titel „Spanish Harlem: El Barrio in the ‘80s“, ist eine überarbeitete Neuauflage einer 26- seitigen Titelgeschichte für den National Geographic (Mai 1990). Viele, der in der Ausstellung der Galerie Bene Taschen gezeigten Cibachrome-Prints werden erstmals in Deutschland ausgestellt.

Joseph Rodriguez: Saturday Night Cards, Rodriguez Family. Spanish Harlem, New York, 1987

Joseph Rodriguez (geb. 1951, Brooklyn, New York) begann Mitte der 1980er Jahre mit der Fotografie. In Anlehnung an den sozial-dokumentarischen Stil nutzt er die Fotografie , um Stereotype zu brechen und die Welt den wahrheitsgetreuen Porträts des amerikanischen Kampfes auszusetzen. Die Menschen stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit und seine Bilder sind oft das Produkt langer Arbeitsprozesse, in denen er das Vertrauen seiner Mitmenschen erlangt hat. Die Ergebnisse sind rohe, mutige und lebhafte Bilder, die die Widerstandsfähigkeit und Schönheit seiner Themen wiederspiegeln.

Joseph Rodriguez: Skeely Street Game. Spanish Harlem, New York, 1987

Rodriguez hat mehrere Auszeichnungen gewonnen, während seine Arbeiten in zahlreichen führenden Institutionen untergebracht sind. Darüber hinaus werden Rodriguez Fotos regelmäßig in bekannten Zeitungen und Magazinen wie der New York Times, dem Spiegel und dem National Geographic veröffentlicht.

Autor: Lisa Carbonaro, Playboy.de
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