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Erster Sexshop der Welt: Steht Beate Uhse vor dem Aus?

Das Erotik-Unternehmen stellt Insolvenzantrag

Erster Sexshop der Welt: Steht Beate Uhse vor dem Aus?

Das Erotik-Unternehmen Beate Uhse wird Insolvenz beantragen. In Flensburg teilte die Beate Uhse AG mit: "Der Vorstand der Beate Uhse AG, Michael Specht, hat sich zu diesem Schritt entschlossen, um die Sanierung der gesamten Gruppe nachhaltig umzusetzen". Das Unternehmen gibt es seit 1951.

Von der Insolvenz sei nur die Beate Uhse AG in ihrer Funktion als Holding betroffen, heißt es. Für die Tochtergesellschaften soll kein Insolvenzantrag eingereicht werden. "Damit halten die operativen Gesellschaften in Deutschland und den Niederlanden ihren Geschäftsbetrieb uneingeschränkt aufrecht", teilte das Unternehmen mit. 1951 gründete die Kunstflug-Pilotin Beate Uhse ihre Firma – und eröffnete kurze Zeit später den ersten Sexshop weltweit.

Beate Uhse: Pilotin und Pionierin

Beate Uhse war eine der Wegbereiterinnen zu einer offeneren und freieren Gesellschaft. In der Zeit der Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg war es ihr verboten, weiterhin als Pilotin zu arbeiten.

Sie hörte in Gesprächen mit anderen Frauen immer wieder vom selben Dilemma: Auf der einen Seite stand das Bedürfnis nach Sexualität, auf der anderen der Wunsch, aufgrund von Existenzängsten und Wohnungsnot keine Kinder zu bekommen. Davon inspiriert brachte sie eine Broschüre zur Knaus-Ogino-Verhütungsmethode heraus, die sich bis 1947 etwa 32.000 Mal verkaufte.

1951 gründete sie dann das „Versandhaus Beate Uhse“, das Kondome und Bücher zum Thema „Ehehygiene“ verkaufte. Bereits Anfang der 1960er Jahre hatte das Unternehmen fünf Millionen Kunden.

1962: Erster Sexshop der Welt öffnet in Flensburg

Beate Uhse eröffnete 1962 in Flensburg das „Fachgeschäft für Ehehygiene“, den ersten Sexshop der Welt. Auf Anraten eines Anwaltes öffnete das Geschäft zu Weihnachten – denn zur Weihnachtszeit waren weniger Übergriffe empörter Bürger zu befürchten.

Das Unternehmen hat nun zur selben Zeit seine Insolvenzanmeldung verkündet. Da die Läden bis auf Weiteres aber verkaufsoffen bleiben, muss mit empörten Bürgern diesmal nicht gerechnet werden.

Autor: Lisa Carbonaro, Playboy.de
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