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Kommentar: Gönnt Euch – aber in Maßen!

Fasten kann man in den Alltag integrieren

Gönnt Euch – aber in Maßen!

Macht uns eine bisweilen selbst verordnete Askese zu glücklicheren Menschen? Playboy-Autorin Lisa Carbonaro sagt: ja, wenn man sich dabei nur oft genug belohnt.

Als ich letztens an einem langen Artikel saß und eine Schreibblockade hatte, ertappte ich mich beim Gedanken an einen kleinen Drink. Der würde meine Laune heben und die Worte sprudeln lassen. Allerdings war es gerade mal 11.30 Uhr am Morgen. Habe ich mir trotzdem einen Cocktail gemixt? Nein, sondern darauf verzichtet. Und zwar nicht nur, weil ein Wodka Soda am Morgen gesellschaftlich und gesundheitlich fragwürdig ist.

Sondern weil mir der ersehnte Drink nach der Arbeit am Abend bloß halb so gut schmeckt, wenn schon der Tag eine Party war. Dann und wann zu widerstehen steigert die Lust. Das lässt sich auf fast alle Lebenslagen übertragen.

Beim Tantra beispielsweise geht es unter anderem darum, möglichst nicht wie die Karnickel draufloszuvögeln, sondern einen Orgasmus zu zelebrieren – durch Loslassen, durch Verzicht auf die schnelle Befriedigung. Das ist keine Anfängernummer, das machen Leute, die weiter denken als ein Junkie vor dem nächsten Schuss: ganz gezielt sich den fetteren Lohn, den intensiveren Höhepunkt verschaffen. Nennen Sie es verkopft – ich bestimme lieber, wann und wie ich meine Sehnsüchte erfülle.

Beispiel Serien- Sucht: Statt allabendlich in Seestern-Haltung auf dem Bett zu liegen und das eigene erbärmliche Spiegelbild – apathischer Blick, zerzauste Haare – im schwarzen Bildschirm des Laptops zu betrachten, während die nächste Folge auf Netflix lädt, treffe ich lieber Freunde in der Kneipe.

Ein Mehr für das Weniger

Danach gebe ich mir dann statt vier Folgen nur eine einzige. So zögert man ein Serien-Finale hinaus und hat mehr Freude dran. Und in der Kneipe gibt es die Drinks, die ich mir vormittags verkneife. Verzicht muss keine religiöse Askese sein. Ich hoffe dabei nicht auf den Lohn für ein gutes Leben. Sondern belohne mich mit besseren Erlebnissen.

Gegenteiliger Meinung ist übrigens unser Redakteur David Goller und sagt: "Fasten ist für Langweiler!"

Autor: Lisa Carbonaro, Playboy.de
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