Der Traum von Gold: Die Sportlerinnen Franziska Feldmeier und Vanessa Mark sind Playboy-Coverstars
Wenn am 6. Februar die XXV. Olympischen Winterspiele starten, sind alle Augen auf diese beiden gerichtet: Schon vor der ersten Medaillenvergabe glänzen Eishockey-Nationalstürmerin Franziska Feldmeier und Bob-Weltmeisterin Vanessa Mark in goldenes Licht gehüllt auf den Titelblättern unserer neuen Ausgabe. Mit ihren Nackt-Auftritten demonstrieren die Playboy-Titelstars gegen die Benachteiligung von weiblichen Athleten.
Eishockey-Nationalspielerin Franziska Feldmeier: „Ein athletischer Körper ist nichts Negatives“
„Ein sportlicher, muskulöser Körper kann genauso feminin und schön sein. Genau das wollte ich zeigen“, sagt die Münchnerin Franziska Feldmeier im Interview zu ihrer Titelstrecke.
Neu
Volltreffer: Bei den Olympischen Winterspielen kämpft Franziska Feldmeier um Medaillen – bei uns bringt sie jedes Eis zum Schmelzen ...
„Ich finde es schade, dass sich junge Mädchen – egal, in welcher Sportart – überhaupt Gedanken darüber machen müssen, ob sie weiblich genug aussehen. Jungs müssen das nicht.“ In ihren Augen sollte es selbstverständlich sein, sich auf seinen Sport konzentrieren zu können, „ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, wie das eigene Äußere bewertet wird. Ein athletischer Körper ist nichts Negatives – im Gegenteil. Außerdem sollte klar werden, dass Eishockey kein purer Männersport ist“, sagt Franziska Feldmeier.
Für sie stehen die Spiele im Zeichen des Feierns: Am Tag ihres ersten Matches bei den Olympischen Winterspielen 2026 und dem Erscheinen ihrer PLAYBOY-Ausgabe wird sie 27 Jahre alt.
Bob-Weltmeisterin Vanessa Mark: „Jede Frau ist auf ihre eigene Art Frau“
Die Titelseite eines weiteren Teils unserer Auflage ziert die Bob-Sportlerin Vanessa Mark. Auch wenn ihr Einsatz bei den Olympischen Winterspielen wegen einer Verletzung kurz vor Erscheinen der neuen Playboy-Ausgabe unmöglich geworden ist, teilt sie das Anliegen mit Franziska Feldmeier: „Jede Frau ist auf ihre eigene Art Frau“, sagt die 29-Jährige im Interview. „Als Sportlerinnen werden wir fast immer nur in Funktionskleidung wahrgenommen – und oft auch als eher maskulin. Ich bin groß, nicht superskinny und trotzdem athletisch. Es war mir wichtig, diese Eigenschaften zu einem stimmigen Gesamtbild zu vereinen.“
Neu
Bei den Olympischen Spielen wollte sie im Eiskanal nach Edelmetall jagen. Auch wenn eine Verletzung sie daran jetzt hindert – uns hat Bob-Weltmeisterin Vanessa Mark längst für sich gewonnen.
Damit wolle sie „vielleicht der einen oder anderen Sportlerin“ helfen, „anders über sich selbst nachzudenken“, so die Dortmunderin: „Ich habe mich kürzlich mit anderen Sportlerinnen unterhalten und gefragt, wann sie sich zuletzt im Spiegel angeschaut und gedacht haben: ,Wow, ich bin hübsch.‘ Viele konnten das gar nicht beantworten. Dabei gibt einem genau das Selbstbewusstsein. Es klingt vielleicht ein bisschen selbstverliebt, aber Selbstliebe gehört einfach dazu. Wenn ich mich schlecht fühle, stelle ich mich manchmal bewusst vor den Spiegel und sage mir das – und es hilft.“
Für die Bob-Sportlerin dürften die kommenden Wochen indes keine leichten sein. Nach einer Knieverletzung muss sie kurzfristig auf ihren Einsatz bei den Wettkämpfen verzichten. „Leider hat mein Körper diesmal nicht so mitgespielt, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe leider einen Knorpelschaden direkt unter der Kniescheibe, der mich stark eingeschränkt hat. Am Ende blieb mir keine andere Wahl, als mich operieren zu lassen. Das war eine sehr schwere, aber notwendige Entscheidung“, erzählte sie uns kurz vor Olympia-Start. „Dieses Gefühl, wenn ein Traum plötzlich zerbricht, wünsche ich wirklich niemandem.“
Natürlich sollte auch das Playboy-Cover unter einem anderen Stern für Vanessa Mark stehen. Dass sie die März-Ausgabe nun aber trotz verpasster Olympia-Teilnahme ziert, bedeutet der Athletin, die 2024 mit Bob-Kollegin Lisa Buckwitz WM-Gold holte, eine Menge.
„Gerade in dieser schwierigen Phase bedeutet mir das Cover sehr viel. Es zeigt mich nicht nur als Athletin, sondern auch als Mensch mit Höhen und Tiefen. Es ist eine Anerkennung für all die Jahre harter Arbeit, auch wenn der sportliche Traum gerade pausieren muss. Gleichzeitig ist es für mich ein Zeichen, dass meine Geschichte gesehen wird, auch abseits von Medaillen und Erfolge.“ Zu den Spielen reist Vanessa Mark trotzdem – um ihren Partner Markus Treichl, der ebenfalls Bobfahrer ist, anzufeuern.
Franziska Feldmeier rechnet bei den Winterspielen, die für sie mit dem Vorrundenspiel gegen Schweden am 5. Februar beginnen, vor allem mit harter transatlantischer Konkurrenz: „Gold und Silber machen die USA und Kanada für gewöhnlich unter sich aus. Aber wir fahren nicht zu Olympia, um nur dabei zu sein. Wir fahren hin, um zu gewinnen. Das Team hat unglaublich viel Potenzial, Talent und Charakter – sportlich wie menschlich.“
Die März-Ausgabe 2026 mit den Coverstars Franziska Feldmeier und Vanessa Mark ist ab sofort online und ab dem 5. Februar am Kiosk erhältlich. Noch mehr Bilder der Athletinnen sehen Sie hier.
E-Paper-Archiv mit 250+ Ausgaben