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Wein aus Bordeaux

Was macht ihn so teuer?

Warum sind Weine aus Bordeaux so teuer?

Bordeaux – der würdige Begleiter edler Speisen. Doch wo genau liegt die französische Weinregion, was macht sie aus und warum sind ihre Weine so besonders?

Das Bordeaux, auch Bordelais genannt, ist nicht nur das bedeutendste Weinbaugebiet Frankreichs, sondern auch eines der größten der Welt. Auf knapp 125.000 Hektar werden dort jährlich mehr als 6,5 Millionen Hektoliter Wein erzeugt – im wesentlichen Rotwein. Bordeaux ist der wohl prestigeträchtigste Tropfen der Erde: eine Reputation, die schon seit 200 Jahren gilt.

Dieses Anbaugebiet im Südwesten Frankreichs (bei der Stadt Bordeaux) besteht aus drei Bereichen: das so genannte Rive gauche, also die Schwemmlandebenen am linken Ufer der Garonne. Dann das Entre-deux-Mers, also der Bereich zwischen Garonne und Dordogne. Und schließlich noch das Rive droite, das rechte Ufer, welches Gebiete der Gemeinden Pomerol, Saint-Emilion und Fronsac einschließt.

Die Rebensortenauswahl ist nicht Privatsache des Winzers

Die hohe Qualität der Bordeaux-Weine wird zum einen vom Atlantik-geprägten Klima und zum anderen von den ausgezeichneten Böden bestimmt: ton- und kalkhaltig, durch Schotter gut entwässert, sorgen sie für gute Mineralität und bedienen die Bedürfnisse unterschiedlicher Rebsorten.

Doch man darf nicht vergessen: Auch wenn auf allen Weinflaschen aus der Region „Bordeaux“ steht, so wachsen doch dort sehr unterschiedliche Tropfen heran. Der typische Bordeaux wird meist aus den Trauben Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und/oder Merlot verschnitten, gelegentlich auch mit Malbec. Die Zusammensetzung ist jedoch nicht Privatgeschmack eines Winzers, sondern ist für die jeweilige Appelation genau vorgeschrieben.

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Der hohe Preis entsteht durch künstliche Verknappung

Redet man vom Bordeaux, kommt man an Weingütern wie Chateau Margaux, Chateau Lafite, Chateau Latour und Chateau Rothschild nicht vorbei: Diese Güter erzielen mit ihren neuen Jahrgängen jedes Jahr Preise zwischen 80 und 500 Euro – pro Flasche, versteht sich. Und sobald die Weingourmets dieser Welt einen Jahrgang als guten anerkennen, ist der Preisentwicklung nach oben auch keine Grenze gesetzt: Bei Versteigerungen sind Preise von 100 bis 3000 Euro pro Flasche keine Seltenheit. Der Grund liegt hier – neben dem großen Namen und der sorgfältigen Pflege der Reben – sicherlich in der Verknappung des Produkts: Die Erträge der begehrten Lagen sind streng limitiert. Bei Appelationen wie Graves, Médoc oder Haut-Médoc darf die Produktion nicht mehr als 50 bis 55 Liter Rebensaft pro Hektar betragen, um das hohe Qualitätslevel zu halten.

Engländer und Holländer haben das Bordeaux kultiviert

Auch wenn für die Franzosen das Bordeaux ein Urerbe ihrer Kultur darstellt: Begründet wurde diese Weingegend praktisch nur von Ausländern. Zuerst brachten die Römer den Weinbau nach Gallien. Zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert waren es Engländer unter König Heinrich II., die die Weinberge zwischen Garonne und Dordogne kultivierten. Und zu guter Letzt entwässerten die Holländer die Sümpfe des Médoc und schufen so die Basis für die besten Lagen der Welt. Insofern kann man es als eine Frühform von Globalisierung betrachten, die dem Bordeaux zu seinem heutigen Rang verhalf.

Bordeaux muss nicht immer teuer sein

Potemkinschen Dörfern gleichen übrigens die herrschaftlichen Schlösser, die heute die Landschaft des Bordeaux prägen: Denn wer glaubt, in den Chateaus hätten Landadelige seit Jahrhunderten ihren Familiensitz, der irrt. Die meisten der Schlösser entstanden erst im 18. oder 19. Jahrhundert. Es sind fast ausschließlich Prestigeobjekte, in denen nie jemand wirklich wohnte. Doch heute können Touristen etwa bei „Wine & Bike“-Touren dort eine herrschaftliche Unterkunft finden.

Ebenfalls ein Irrtum ist die Annahme, dass Wein aus dem Bordeaux immer teuer sein muss. Eine ganze Reihe an qualitativ ordentlichen Weinen ist auf dem deutschen Markt für Preise zwischen sechs und 15 Euro pro Flasche zu haben. Einen guten Überblick bietet da die Empfehlungsliste „100 Bordeaux für jeden Anlass“, die jährlich von der Weinregion herausgegeben wird (www.bordeaux.com).

Autor: Klaus Mergel
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