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"Ich habe nie versucht, schöne Bilder zu machen!"

Fotograf Jean Pigozzi lockte sie alle vor die Linse

"Ich habe nie versucht, schöne Bilder zu machen!"

Er gilt als inoffizieller Erfinder des Selfies: Fotograf Jean Pigozzi lockt schon seit den 1970er-Jahren alles auf seine hastig geschossenen Selbstporträts, was Rang und Namen hat. Ein Teil seines fotografischen Tagebuchs zeigt jetzt die Münchner Galerie IMMAGIS

Wer hat’s erfunden? Die Schweizer waren es dieses Mal ganz sicher nicht. Und ob der französisch-italienische Fotograf Jean Pigozzi wirklich der Allererste war, der die Kamera umdrehte und mit langem Arm ein Selbstporträt schoss, wissen wir auch nicht. Was allerdings ganz sicher ist: Pigozzi war in Sachen Selfie sehr früh dran und gilt deshalb als inoffizieller Erfinder. Jahrzehnte, bevor selbstgeknipste Porträts die sozialen Medien überschwemmten, lockte er Prominente zu sich vor die Linse.

Da er selbst seit seinen Jugendtagen zu dem engen, exklusiven Kreis der New Yorker High Society gehörte, hatte er keine Probleme, an die ganz Großen ranzukommen. Selfie Nummer 1: Die junge Schauspielerin Faye Dunaway, die er auf einer Harvard-Party im Jahr 1973 traf und die, ehe sie sich’s versah, mit Pigozzi auf einem Bild landete. 

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Aufnahmen wie diese waren damals alles andere als populär. Doch der Fotograf, Unternehmer und Sammler schaffte es, dass die Stars ihm vertrauten und dass jeder, der Rang und Namen hatte, mit ihm verewigt werden wollte: Steve Martin, John Belushi, Julie Christie, Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone landeten genauso mit ihm auf einem Foto wie Musiker wie Art Garfunkel, Rod Stewart und Bono.

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Und auch weibliche Stars wie Catherine Deneuve, Daphne Guinness, Lady Gaga, Sarah Jessica Parker, Elle MacPherson oder Cate Blanchett scheuten sich nicht, Teil seiner intimen Aufnahmen zu werden. Niemand entwischte seiner Methode „langer Arm, Weitwinkelobjektiv, Blitzlicht und Schnell-Sein“. Pigozzis fotografisches Tagebuch wuchs und wuchs.

„Ich habe nie versucht, schöne Bilder zu machen“, sagte der Fotgraf einmal. Und vielleicht ist genau das sein Geheimnis. 

Eine Sammlung dieser Fotos ist unter dem Namen "Jean Pigozzi: Best of „ME & Co“ von 22. Juni bis 4. August 2018 in der Galerie IMMAGIS Fine Art Photography (Blütenstraße 1, München) zu bestaunen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung. Mehr Informationen unter www.immagis.de.

Autor: Angelika Zahn
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