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So tabulos ist das Sexleben der Pinguine

Playboys Tierwelt: Animalische Kuriositäten

So tabulos ist das Sexleben der Pinguine

Für die meisten Tiere ist Sex nur ein Mittel zum Zweck: Sich fortzupflanzen. Dabei geht es jedoch kurioser zur Sache, als man im ersten Moment meint. In unserer neuen Rubrik "Playboy Tierwelt" stellen wir Ihnen ab sofort einmal in der Woche die verrücktesten Sex-Geschichten aus dem Tierreich vor. Heute: Das tabulose Sexleben der Pinguine.

Wenn ein Forscher seine eigene Studie zensiert, muss schon viel passieren. Im Fall des britischen Forschers George Murray Levick und seinen Pinguinen heißt das: Nekrophilie, sexuelle Nötigung, Prositution. Was er auf seiner Expedition in die Antarktis von 1910 bis 1913 sah, schockierte ihn so sehr, dass er seine Beobachtungen über das sexuelle Verhalten von Adelie-Pinguinen erst einmal für sich behalten hatte. In seiner Studie über das Leben und Verhalten der Pinguine, klammerte er die "Perversionen der Pinguine" also erst einmal aus.

Erst 97 Jahre später, im Jahr 2012, hat ein Mitarbeiter des britischen National History Museum Levicks Aufzeichnungen gefunden – auf vier Seiten verschlüsselte der Forscher seine Beobachtungen in griechischer Sprache.

Kieselsteine gegen Sex

"In der Antarktis finden sich überall über die Felslandschaft verstreut die gefrorenen Körper toter Pinguine", schreibt Levick darin. Hunderte durch die Kälte konservierten Tieren lägen herum. "Eines Tages, es war der 10. November, sah ich einen Hahn auf dem toten Körper eines Weibchens ejakulieren." Etwa eine Minute hätte die Selbstbefriedigung des Pinguins gedauert. Auch dass Männchen junge Küken belästigten, die nicht schnell genug fliehen konnten oder Weibchen mit Kieselsteinen für Sex bezahlen, hat er beobachtet.

Was auf Levick widernatürlich und abartig wirkte, ist unter Verhaltensforschern mittlerweile bekannt: Prostitution unter Adelie-Pinguinen ist eine ganz natürliche Sache. Die Kieselsteine sind dabei eine gern gesehene Währung. Sie sind einerseits nicht leicht zu finden, sie aus dicken Eisschichten herausgepickt werden müssen. Andererseits sichern sie den Weibchen das Überleben ihres Nachwuchses. Aus mehreren Steinen bauen sie eine Unterlage für ihr Ei – denn ohne diesen Untergrund würde es im Wasser einfrieren.

Levick konnte seine Beobachtungen damals nicht mit seinen moralischen Vorstellungen vereinbaren. Heute ist die Verhaltensforschung einen Schritt weiter und kann tierische Sexualverhalten objektiver beurteilen. Tabulos bleibt das Verhalten der Pinguine trotzdem.

Projekt Antarktis - Der Film
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