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Das Streben nach Unglück

Die Angst vorm Schluss machen

Unglückliche Langzeitbeziehungen - warum tun wir uns das an?

Man kennt das Problem – entweder aus eigener Erfahrung oder von Freunden: Die Langzeitbeziehung läuft eigentlich nicht mehr so rund, aber Schluss machen ist keine Option. Das Argument: Zu viel wurde in die Beziehung investiert, als dass man sie einfach loslassen könnte. Seien es Zeit, Gefühle, Energie und ja, sogar Geld

Psychologen kennen diesen Zustand. In den USA nennt man das den „Sunk Cost Effect“. Eine Studie, die im Magazin "Current Psychology" veröffentlicht wurde, untermauert diese Feststellung.

Die Autoren der Studie, eine Gruppe Psychologen aus Portugal, schreiben, dass die Hemmschwelle für eine Investition in die Beziehung niedriger ist, wenn schon mal investiert wurde – auch wenn das nicht gerade die beste Idee ist. Zwei Experimente beweisen das.

Im ersten haben die Psychologen den 951 Teilnehmern vier Szenarien aus dem Leben eines hypothetischen Paares vorgelegt. Im Zeit-Szenario war das Paar erst ein Jahr verheiratet; im Geld-Szenario haben beide all ihr Hab und Gut in ein gemeinsames Haus investiert; im Aufwand-Szenario wurde eine erhebliche Anstrengung von beiden zur Wiederherstellung einer glücklichen Beziehung betrieben. Das vierte war ein Kontroll-Szenario. Die Teilnehmer mussten nun entscheiden, ob sie die Beziehungen weiterführen oder beenden würden. Das Ergebnis: Sobald Geld oder erheblicher Aufwand im Spiel war, waren die Teilnehmer eher bereit, die Beziehung fortzuführen. Zeit hat keine große Rolle gespielt.

Längere Beziehungen haben mehr Zeit zu genesen

Im zweiten Experiment wurden 275 Teilnehmern zwei hypothetische Beziehungen vorgelegt, eine einjährige und eine zehnjährige Ehe. Diesmal ging es nicht um den Fortbestand der Beziehung, sondern um die Zeit, die die Befragten bereit waren, zu investieren. Auf einer Skala von „keine Zeit“ bis „sehr viel Zeit“ sollten die Teilnehmer angeben, wie viel Zeit sie investieren würden. Die Teilnehmer fanden sich fast alle in der Mitte der Skala wieder. Die Bereitschaft mehr Zeit zu investieren, war bei der zehnjährigen Ehe höher.

Was schließen wir daraus? Die Autoren sagen: „Beide Experimente haben die Hypothese bestätigt, dass investierte Zeit, Geld und Aufwand Individuen länger an Beziehungen festhalten lassen, obwohl sie unglücklich sind.“ Wenig überraschend. Viel eher aber was man davon ableiten kann.

Nämlich einen beängstigenden Gedanken, der viele Fragen aufwirft: Warum tun sich Menschen das an? Strebt der Mensch etwa nach Unzufriedenheit, nach mangelnder Intimität und Dauerstreit, weil ein Neuanfang zu anstrengend erscheint? Wenn ja, dann ist Liebe nicht länger ein Grund zusammen zu bleiben, wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte ein Haus kaufen.

So hält die Fernbeziehung:

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