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„Ich blende komplett aus, nur einen Zeitraum X zu haben“

Tim Lobinger über seine schwere Erkrankung

Tim Lobinger: „Ich blende komplett aus, nur einen Zeitraum X zu haben“

Der ehemalige Weltklasse-Stabhochspringer Tim Lobinger will zwei Jahre nach seiner Leukämie-Diagnose wieder als Athletiktrainer bei Fußballvereinen arbeiten. „Ich habe schon einige Gespräche geführt, werde das jetzt aber mal vorantreiben“, sagte der 46-Jährige, der zwischen 2012 und 2016 die Fußballprofis bei RB Leipzig trainierte, im Interview der neuen Playboy-Ausgabe.

„Ich bin gesund, und ich kann jungen wie älteren Spielern was vermitteln. Respekt haben die meisten Spieler vor mir allein durch die Tatsache, was ich schon durchgemacht habe.“ Dennoch schienen viele Vereine zu zögern, sagte Lobinger. „Das ist ganz, ganz komisch, da ist so etwas Unausgesprochenes. Ich weiß nicht, ob sie Angst haben, dass man noch mal neu krank wird. Oder dass sie das Gefühl haben, der hat so viele Ecken und Kanten durch das, was er durchlebt hat, das greift meine Kompetenz an. Auch viele andere Krebspatienten haben Ähnliches erlebt.“

„Ich stelle jetzt die Weichen für eine ganz normale Zukunft"

Bei Lobinger war im März 2017 eine besonders schwere Form von Blutkrebs diagnostiziert worden. Nach fünf Chemotherapien, Stammzellspenden, zwischenzeitlichen Rückfällen und einem kurzzeitigem Leberversagen im Sommer 2018 fühlt sich der Stabhochsprung-Weltmeister von 2003 momentan stabil.

„Ich blende komplett aus, nur einen Zeitraum x zu haben“, so im Interview, das am 7. Februar in der März-Ausgabe erscheint. „Ich stelle jetzt die Weichen für eine ganz normale Zukunft – egal ob die nun zwei, fünf oder zehn Jahre dauert.“ Die Frage, wie lange er noch lebe, habe er den Ärzten nie gestellt, „weil ich keine ehrliche Antwort bekommen würde“.


"Fußball-Deutschland ist ein Entwicklungsland"

Nach wie vor kritisch äußert sich der schon zu seiner aktiven Sportler-Zeit als unverblümt geltende Lobinger zur Leichtathletik im Fußball. „Es ist leider so: Fußball-Deutschland ist in der athletischen Betreuung ein Entwicklungsland“, sagte er.

„Zurzeit gibt es nur wenige Vereine, die systematisch und auf hohem Niveau Athletik trainieren – eigentlich sind das nur Leipzig, Hoffenheim und Dortmund.“ Bei den meisten Vereinen, auch beim FC Bayern, fehle die individuelle Betreuung der Sportler. „Das ist katastrophal“, so Lobinger.

Die März-Ausgabe des Playboy erscheint am 7. Februar.

Autor: Playboy Redaktion, Playboy Deutschland
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