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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Sylvia Leifheit

Objekt der Begierde

Die Schauspielerin und Autorin Sylvia Leifheit versteht sich auf die Kunst, anderen Menschen Glücksgefühle und Lebenslust zu bereiten – mit Witz und Weisheit. Hier sehen Sie, dass sie das auch ohne Worte kann – nur mit ihrem Körper vor einer Kamera. Unser neuer Titelstar: Ab jetzt im Playboy!

Fotos: Konstantin Dahlem / Produktion: Lale Aktay und Kathrin Stadler

Playboy: Frau Leifheit, wie geht es Ihnen nach unserem Shooting auf Ibiza?

Sylvia Leifheit: Ich wollte gar nicht mehr aufhören. Alles hatte sich so gut eingegroovt: das Team, das Wetter, die Stimmung ... alles super!

Diese Euphorie freut uns sehr – zumal Sie als Model schon viel Erfahrung vor Kameras gesammelt haben. Im Alter von 15 Jahren ging es los, richtig?

Das war aber nur eine erste kleine Stufe meiner Karriere. Und sie hat eine Vorgeschichte: Ich musste als kleines Mädchen bis in die Pubertät hinein eine dicke Hornbrille tragen. Das hatte ich zum einen dem ästhetischen Empfinden der ostdeutschen Optiker zu verdanken, zum anderem dem Portemonnaie meiner Eltern. Ich bin dafür leider viel gehänselt worden und habe sehr darunter geitten. Ein Erlebnis ist mir besonders in Erinnerung geblieben: In der Tanzstunde wollte kein Junge mit mir tanzen. Die drei Jungs, die übrig waren, sind lieber gegangen, als mich zu wählen.

Heute dürften die drei sich ärgern – und schämen!

Es hat mir damals so wehgetan, dass ich mein Bewusstsein für mein Aussehen stark geändert habe. Zum Glück stand meine Familie hinter mir, vor allem meine Schwester. Sie hat dann Fotos von mir an die Jugendzeitschrift „Pop Rocky“ geschickt, und ich habe mich richtig gewundert, dass die Redaktion sich zurückmeldete. Am Schluss habe ich an einem Model-Contest teilgenommen und das Ding sogar gewonnen. Das war der erste Schritt meiner Karriere. Der nächste Schritt war das Schauspiel.

Wie kam es dazu?

Ein weiterer Schicksalsmoment in meinem Leben: Ich wurde auf der Straße angesprochen. „Hey du, ich finde deinen Typ sehr interessant. Hast du Lust, Filme zu machen?“

Ihre erste Rolle bekamen Sie in der ARD-Serie „Sterne des Südens“, die zwischen 1992 und 1996 gezeigt wurde. Ging das nicht wahnsinnig schnell? Schließlich waren Sie erst kurz vorher nach Westdeutschland gezogen.

Wir waren nach der Wende nach Nürnberg gezogen. Allerdings entschieden sich meine Eltern, wieder in den Osten zurückzugehen. Und ich entschloss mich, kurz vor dem Abitur, allein in Nürnberg zu bleiben.

In einem Interview sagten Sie mal, dass Sie Entscheidungen gern mit dem Herzen treffen. Das klingt für eine erfolgreiche Unternehmerin, Schauspielerin und Autorin ungewöhnlich.

Die pragmatischen Dinge im Leben sind wichtig, aber man sollte bitte immer auch auf sein Herz, sein Bauchgefühl hören. Das wissen die besten Geschäftsmänner dieser Welt. Mein Rat ist, da Balance zu halten.

War Ihre Entscheidung für Playboy eher eine Herz- oder eher eine Kopfentscheidung?

Ich würde sagen beides. In meinem Leben durfte ich in vielen Formaten die verschiedensten Rollen spielen und Gesichter zeigen. Habe mit Anfang 20 mein erstes Unternehmen gegründet, bisher sieben Bücher veröffentlicht usw. Ich habe viel ausprobieren können und bin an einem Punkt in meinem Leben, wo ich sagen kann, Playboy gehört auch dazu!

Was möchten Sie mit den Bildern ausdrücken?

Mir geht es vor allem darum, uns zu erinnern, dass wir zwar in einer Welt voller Sex leben, die Sinnlichkeit ist jedoch abhandengekommen. Das möchte ich den Menschen wieder nahebringen. Ich liebe es, begehrt zu sein, schmücke mich gern, trage gern hohe Schuhe. Alles, was einem ermöglicht, die weiblichen Attribute zu zeigen und erotische Fantasien zu wecken. Einfach weil mir das Spaß macht. Der Playboy ist ein Medium, in dem ich das Objekt der Begierde sein darf.

Manche Menschen werfen uns vor, Frauen zu objektivieren. Wie sehen Sie das?

Dieser Vorwurf schockiert mich, und ich finde ihn sehr traurig. Es obliegt doch jeder Frau, ob sie sich zum Objekt der Begierde macht. Frauen sind doch intelligent genug, Ja oder Nein zu sagen. Wenn Menschen das empört, dann sollen sie den Playboy eben nicht lesen. Der Playboy war immer in Konflikt mit einer Gesellschaft, die von Angst vor Erotik und Unterdrückung selbstbestimmter weiblicher Sexualität gekennzeichnet war. Hugh Hefner hat diese Neurose mit dem Playboy gesprengt. Ich bin stolz, mit meinem Auftritt sein Erbe lebendig zu halten! Und ich fordere Respekt vor der Lust der Frau, sich zu zeigen. Noch mal: Ich möchte Objekt der Begierde sein!

Das volle Interview und viele weitere heiße Fotos unseres Titelstars Sylvia Leifheit sehen Sie in der September-Ausgabe des Playboy. Seit 08. August im Handel!

 

Author
Autor: David Goller, Playboy-Redakteur
Playmate Miss September Michelle Weisstuch
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