„Sei kein Arschloch!“

Grünen-Chef Felix Banaszak vor grünem Hintergund
Felix Banaszak trat 2009 der grünen Jugend bei. Seit Ende 2024 ist er Bundesvorsitzender der Grünen
Credit: Maximilian König
Grünen-Chef Felix Banaszak vor grünem Hintergund
Felix Banaszak trat 2009 der grünen Jugend bei. Seit Ende 2024 ist er Bundesvorsitzender der Grünen
Credit: Maximilian König

Der Grünen-Chef Felix Banaszak will das Moralapostel- und Verbots-Image seiner Partei loswerden und ihr neue Lässigkeit verpassen. Fleisch essen, Verbrenner fahren, Muskeln zeigen, in den Urlaub fliegen – alles kein Problem. Solange die Richtung stimmt: im Kampf für mehr Feminismus, moderne Männlichkeit, mehr Migration und das Klima der Zukunft. Ist das ein Kalkül, das aufgehen kann?

Philip Wolff
Von: Philip Wolff
04.02.26
Alle Artikel
David Goller
Von: David Goller
04.02.26
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Herr Banaszak, Sie wollen mit uns über moderne Männlichkeit sprechen. Ihre Parteikollegen haben in den vergangenen 13 Jahren Playboy-Interviews stets gemieden. Warum? 

Mich treibt um, wie die Politik und explizit meine Partei Leute erreicht, die man bisher nicht angesprochen hat – und was man dagegen tun kann, dass mit jeder Generation mehr junge Männer rechts wählen und der Antifeminismus zunimmt. Wenn ich nur mit der „taz“ rede, bleibe ich in meiner Bubble. Gleichzeitig ist es natürlich ein Wagnis: Als feministische Speerspitze ist Ihr Magazin ja nicht bekannt. 

Wir sind eine Bühne für Frauen, die sich so zeigen, wie sie es selbst wollen, und dies auch als feministischen Akt begreifen. 

Das ist die eine Interpretation, ich kenne auch andere. Ich gebe zu, ich bin kein Playboy-Leser. Aber es geht mir mit diesem Interview ja auch darum, die eigene Komfortzone zu verlassen. Das mache ich im echten Leben auch, ich bin ein abenteuerlustiger Mensch.

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