Playboy-Radar: Was wir diese Woche sehen, wissen und haben müssen
Müssen wir wissen: Was letzte Nacht bei den Grammys passiert ist
Sänger Justin Bieber performte in Boxershorts, Topmodel Heidi Klum kam im hautengen Minikleid und Sängerin Chapelle Roan in einer Robe, die an ihren Nippelpiercings befestigt war: Bei den 68. Grammys – den Oscars der Musikbranche – übertrumpften sich die Stars der Musikwelt mit extravaganten Outfits und Performances.
Kleben blieben die Blicke aber vor allem an einem Anstecker, der viele Looks zierte: Mit der Botschaft „ICE out“ setzten viele Stars ein Zeichen gegen die US-Einwanderungspolitik und das Durchgreifen der ICE-Beamten. Ein Statement, das sich auch in sämtlichen Reden des Abends wiederfand. So plädierte die britische Sängerin Olivia Dean, die den Award als „Beste neue Künstlerin“ gewann: „Ich bin die Enkelin eines Einwanderers. Ich bin das Produkt von Furchtlosigkeit. Das sollte gefeiert werden.“ Auch Sängerin Billie Eilish, die gemeinsam mit ihrem Bruder Finneas O’Connell mit „Wildflower“ für den Song des Jahres ausgezeichnet wurde, betonte: „Niemand ist illegal auf gestohlenem Land“.
Für das „Album des Jahres“ wurde der puerto-ricanische Sänger Bad Bunny ausgezeichnet: "DeBÍ TiRAR MáS FOToS“ ist das erste ausschließlich spanisch-sprachige Album, das diesen Grammy jemals gewann. „Bevor ich mich bei Gott bedanke, sage ich: ICE out! Wir sind keine Tiere, wir sind keine Aliens. Wir sind Menschen und wir sind Amerikaner!“, sagte er in seiner Rede.
In einer Woche wird Bad Bunny, den Playboy-Fans spätestens seit 2020 kennen, als er auf dem ersten Digital-Cover unserer US-amerikansichen Kollegen zu sehen war, im Levi’s Stadium in Santa Clara stehen. Davon, dass sein Auftritt bei der Halbzeit-Show des Superbowls politisch wird, darf ausgegangen werden – schließlich wird er die erste Halbzeit-Show eines Superbowls auf Spanisch abliefern. Nach der Ankündigung jubelten seine Fans, rechte Politiker in den USA hingegen liefen Sturm, schließlich setzt sich Benito, wie Bad Bunny bürgerlich mit Vornamen heißt, auch noch für die Rechte von Minderheiten ein. Er selbst nimmt es mit Humor: Als er im Herbst „Saturday Night Live“ hostete, adressierte er alle, die ihn nicht verstehen – sie hätten ja noch vier Monate Zeit, um Spanisch zu lernen. Kickoff ist am Sonntag, 8. Februar um 00:30 MEZ, RTL und DAZN übertragen.
Müssen wir verfolgen: Den Auftakt der Olympischen Spiele in Italien
Für Sportfans ist der 6. Februar eine Art Feiertag: Dann starten die 25. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Bis zum 16. Februar werden in acht Wintersportarten und 16 verschiedenen Wettkämpfen Medaillen vergeben. Die 116 Entscheidungen um Bronze, Silber und Gold werden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bei das Erste und im ZDF übertragen. Los geht die Berichterstattung im Ersten um 18 Uhr mit dem Countdown zur Eröffnungsfeier im legendären Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand.
Doch bevor die über 90 Nationen beim traditionellen Einlauf die Spiele eröffnen und das olympische Feuer entzündet wird, dürfen deutsche Fans noch bis zum 3. Februar unter teamdeutschland.de darüber abstimmen, welches Sportler-Duo bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne tragen darf.
Bei den Frauen stehen die Snowboarderin Ramona Hofmeister, Bob-Pilotin und Goldmedaillengewinnerin Laura Nolte sowie Skispringerin Katharina Schmid zur Wahl. Bei den Männern haben Fans die Wahl zwischen Eishockeyprofi Leon Draisaitl, dem zweifachen Olympiasieger Johannes Rydzek (Nordische Kombination) und Rodl-Ass Tobias Wendl, der bereits zweimal olympisches Gold gewann.
Einfacher fällt die Auswahl beim Playboy-Begleitprogramm zu den Winterspielen. Denn in der goldverdächtigen Special Edition mit den 30 schönsten Olymia-Stars müssen Sie sich gar nicht erst entscheiden. Mit dabei sind unter anderem Lisa Buckwitz, Miriam Neureuther, Juliane Seyfarth und viele mehr.
Neu
Kurz bevor die Olympischen Winterspiele starten, feiern wir ein Wiedersehen mit den 30 schönsten Olympia-Stars. Freuen Sie sich auf: Janine Flock, Alina Böhm, Lisa Buckwitz, und viele mehr...
Müssen wir sehen: Die Serie „Heated Rivalry“
Eine homosexuelle Romanze würden Sie wohl nicht erwarten, an dieser Stelle von uns empfohlen zu bekommen. Und doch wird spätestens ab dem 6. Februar, wenn „Heated Rivalry“ in Deutschland auf HBO Max anläuft, keiner an der Serie vorbeikommen. Der Plot: Die Profi-Eishockeyspieler Shane Hollander (Kanada) und Ilya Rozanov (Russland) kämpfen als erbitterte Rivalen auf dem Eis um den Sieg, während sie ihre Beziehung abseits des Spielfelds in der homophoben Welt des Profispors geheim halten müssen.
Gefeiert wird die Serie in Ländern, wo sie bereits veröffentlicht ist, vor allem für ihre schonungslose und tragische Darstellung von Homosexualität im Profisport und ihren authentischen, bisweilen durchaus expliziten Sex-Szenen.
Entstanden ist der Hype durch Book-Tok, einer viralen Community auf TikTok, die sich über Literatur austauscht – gemündet ist sie in das in einer der wohl am heißesten erwarteten Serie des Jahres. Auf IMDb wird die Serie mit starken 9,0 von 10 Punkten bewertet.
Müssen wir kritisch sehen: Den Hype um Sydney Sweeney’s neue Dessous-Kollektion
Der Hype um Sydney Sweeneys Hauptrolle im Film „The Housemaid“ hält noch an, da geht der Hollywood-Star mit dem Launch ihrer eigenen Dessous-Kollektion „Syrn“ viral.
Positive Aufmerksamkeit bekommt Sweeney dabei nicht nur für die Kampagnen-Fotos, für die sie selbst posiert, sondern auch ihren PR-Stunt, das berühmte Hollywood-Zeichen in Los Angeles in einer nächtlichen Aktion mit ihren BHs zu behängen.
Wir erinnern uns sechs Monate zurück: Im Juli 2025 geriet die Schauspielerin wegen einer Kampagne mit der US-amerikanischen Modemarke American-Eagle in starke Kritik. Verstehen kann man den Slogan „Sydney Sweeney has great jeans“ nämlich auch als „great genes“ (dt. „großartige Gene). Ein als problematisch wahrgenommenes Wording bei einer weißen, blonden und normschön gelesenen Markenbotschafterin.
Ein Statement oder klare inhaltliche Einordnung seitens Sweeney blieb trotz Shitstorm aus, auch in Interviews wich sie entsprechenden Fragen aus. Selbst in der aktuellen amerikanischen Ausgabe der Cosmopolitan, in der die „Euphoria“-Darstellerin mit dem politisch aufgeladenen Spitznamen „MAGA Barbie“ konfrontiert und nach ihrer Einordnung gefragt wird, bleibt sie vage. „Ich war nie hier, um über Politik zu sprechen. Ich war immer hier, um Kunst zu machen“, lautet eine ihrer Antworten.
Dennoch scheint der Vorfall kaum nachhaltige Folgen für Karriere und Standing der Schauspielerin zu haben. Mit „The Housemaid“ und dem Launch ihrer Dessous-Marke – die übrigens unter anderem finanziell von Jeff Bezos unterstützt wird – verschiebt sich der mediale Fokus erneut auf ihre Karriere. Die schnelle Verdrängung der Debatte wirft indes die Frage auf, inwiefern strukturelle Privilegien dazu beitragen, dass öffentliche Kritik für manche Karrieren folgenlos bleibt. Hier für viele ein klarer Fall von White-Female-Privilege.
Müssen wir haben: Die neue Kollektion von KARE Design
Fehlt dem eigenen Zuhause ein Farbakzent oder der Impuls für ein besonderes Designerstück, lohnt sich ein Blick auf die neue Kollektion „Fluid Realities“ von KARE Design und dem US-amerikanischen Designer Karim Rashid. In Kooperation entstand eine Serie von 64 Designerstücken, die mit futuristischen Formen, fließenden Linien und starken visuellen Reizen arbeitet. Pastelltöne treffen auf gezielte Neonakzente und verleihen den Entwürfen einen modernen, spielerischen Charakter. Playboy-Fans dürften insbesondere auf den futuristischen Hase ein Auge geworfen haben. Preislich liegt die Kollektion zwischen 38 € und 4800 €, erhältlich ist sie auf kare.de und segmueller.de
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