Unsere Hoffnungsträger bei Olympia 2026

Skirennfahrerin Emma Aicher jubelt mit erhobenen Skiern und Stock auf dem Podest beim Ski World Cup, Sponsorentafel mit Audi-Ringen im Hintergrund.
Könnte bei Olympia 2026 für Medaillen sorgen: Skifahrerin Emma Aicher
Credit: Getty Images
Skirennfahrerin Emma Aicher jubelt mit erhobenen Skiern und Stock auf dem Podest beim Ski World Cup, Sponsorentafel mit Audi-Ringen im Hintergrund.
Könnte bei Olympia 2026 für Medaillen sorgen: Skifahrerin Emma Aicher
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Bei Olympia 2026 könnten diese deutschen Athletinnen und Athleten in sämtlichen Disziplinen für eine Überraschung sorgen – oder gleich für Gold …

Playboy Redaktion
Von: Playboy Redaktion
05.02.26
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1. Emma Aicher, Ski Alpin

Interviews mit Deutschlands vielseitigster Skifahrerin – sie fährt Slalom, Abfahrt, Riesenslalom und Super-G – sind herausfordernd. Vor die Wahl gestellt: 100 Kniebeugen oder ein Interview, sie würde Squats wählen.

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Probieren wir es trotzdem: Frau Aicher, als eine der wenigen Athletinnen fahren Sie alle vier Disziplinen im Weltcup – anstrengend, oder? „Och, da es mir Spaß macht, denke ich nicht dran, dass es anstrengend ist. So kann ich jedes Wochenende Rennen fahren. Wenn ich nicht Rennen fahren würde, würde ich trainieren. Kommt also aufs Gleiche raus.“ Das Motto der 22-Jährigen: Nicht so viel nachdenken, einfach machen, „sonst wird’s anstrengend“. Ihr Geheimrezept: „Schlafen kann ich sehr gut, überall und wann ich will.“ Ihre Olympia-Form: Im Dezember fuhr sie bei der Abfahrt in St. Moritz sogar Lindsey Vonn davon.

2. Elias Huber, Snowboard Race

Wie das nun mal so ist mit Knoten: Einmal geplatzt, gibt’s kein Halten mehr. Seit 2017 war der Berchtesgadener Elias Huber, 26 Jahre alt und Sohn der einen Hälfte der Huberbuam, auf dem Race-Snowboard im Weltcup unterwegs, doch ein Podium war all die Jahre nie drin – bis er im Januar 2025 aufging, der blöde Knoten: Platz zwei. Drei Wochen später: erster Weltcup-Sieg. Noch ein Monat später: zweiter Weltcup-Sieg. Na also. Woran es lag? Huber über sein Ex-Problem: „Dass ich nicht das bringe, was ich könnte, weil ich oft übers Ziel hinausschieße.“ Aber die Zeiten sind ja jetzt vorbei.

3. Lena Dürr, Slalom

Der 9. Februar 2022 wäre um ein Haar der große Tag der Lena Dürr geworden. „Das war wahrscheinlich der intensivste Tag in meinem Leben“, erinnert sich die 34-Jährige aus Germering. Erste war sie nach dem ersten Lauf des olympischen Slaloms, eine Medaille zum Greifen nah – am Ende gab’s Blech: Sieben Hundertstel fehlten zu Bronze.

Seit 2008 fährt Dürr im Weltcup, hatte ein frühes Hoch, ein sehr tiefes Tief, als sie aus dem Kader flog – und fuhr im vergangenen Winter so stark wie nie. Nur ein paar Pünktchen fehlten zum Slalom-Gesamtweltcup. Bilanz in dieser Saison: mal so, mal so. Unsere Olympia-Prognose: Bei ihr ist alles möglich.

4. Daniela Maier, Skicross

Ihre erste olympische Siegerehrung wird Dani Maier wohl nie vergessen. Als Vierte war sie 2022 ins Ziel gerauscht, um wenig später Dritte zu werden – die vor ihr fahrende Schweizerin soll sie behindert haben. Doch dann überlegte es sich die Jury noch mal anders: Maier doch nur Vierte. Die Medaillenzeremonie erlebte sie als Außenstehende. Der Verband legte Protest ein, zehn Monate später stand fest: Bronze auch für Maier. Seitdem hat die 29-Jährige aus dem Schwarzwald vier Weltcup-Siege geholt, war im Vorjahr Zweite im Gesamt-Weltcup und ist auch 2026 gut in Schuss.

5. Finn Sonnekalb, Eisschnelllauf

Mal die olympische Fackel tragen, wie er das letzten Sommer durfte? Klar, tolle Sache. Aber ein Ehrgeizling wie Finn Sonnekalb hat andere Ziele. Typischer Satz: „Wenn ich auf die Bahn gehe, will ich gewinnen.“ Das wollen andere auch, aber wenn Sonnekalb dabei ist, wird das schwierig.

Der 18-jährige Sonnyboy aus Erfurt ist der erste deutsche Eisschnellläufer seit Menschengedenken, der mal wieder Medaillenchancen hat. Bei Jugend-Olympia 2024 gewann er dreimal Gold, landete bei den ersten Weltcups des Winters konstant auf dem Podium – und dort er will auch im Milano Speed Skating Stadium stehen.

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